alpha-thema: Viren: Wie Spillover Pandemien auslösen können
Die Dokumentation fragt, warum Erreger immer häufiger vom Tier auf den Menschen übergehen. Im Zentrum steht Michael Wechs Film „Spillover – Planet der Viren“.
„alpha-thema: Viren“ widmet sich einem Thema, das Wissenschaft und Gesellschaft gleichermaßen beschäftigt: dem Übersprung von Krankheitserregern vom Tier auf den Menschen. Der Hauptsendetermin ist Mittwoch, 21. Oktober, um 21:00 Uhr auf ARD alpha. Eine weitere Ausstrahlung ist für Donnerstag, 22. Oktober, um 15:15 Uhr auf ARD alpha angekündigt.
Ausgangspunkt der Sendung ist der Dokumentarfilm „Spillover – Planet der Viren“ des vielfach ausgezeichneten Regisseurs Michael Wech. Er geht der Frage nach, weshalb sogenannte Spillover häufiger auftreten und welche Rolle menschliches Handeln dabei spielt. Genannt werden in der Senderinformation unter anderem Ebola, Marburg, Hanta, COVID-19 und die Vogelgrippe als Beispiele für Viren, die vom Tier auf den Menschen übergesprungen sind.
Globale Spurensuche
Für den Film reiste Michael Wech nach Kambodscha, Malaysia, Australien, Hongkong, in die USA und nach Belgien. Die Dokumentation verbindet aktuelle Forschung mit historischen Ausbrüchen und zeigt, wie Fachleute nach Mustern suchen. Dabei geht es auch um die Arbeit von sogenannten Virenjägern und um bislang unveröffentlichtes Archivmaterial, das die Entwicklung früherer Spillover nachvollziehbar machen soll.
Zu Wort kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Forschungsbereichen. Dazu zählen Jessica Manning, Spezialistin für Infektionskrankheiten in Kambodscha, Sir Peter Piot, ehemaliger Direktor der London School of Hygiene and Tropical Medicine, Marc van Ranst von der Universität Leuven sowie Malik Peiris und Leo Poon von der Universität Hongkong. Auch die Wildtierbiologin Peggy Eby aus Brisbane, Susan Weiss von der Universität Pennsylvania und Colin Carlson von der Universität Yale sind beteiligt.
Die Sendung ordnet die Gefahr nicht als abstraktes Zukunftsszenario ein, sondern fragt nach konkreten Auslösern: Klimawandel, Eingriffe in Lebensräume und andere Formen menschlichen Verhaltens werden als Faktoren untersucht. Laut Senderinformation schätzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, dass mehr als 10.000 noch nicht entdeckte Viren das Potenzial haben, Menschen zu infizieren.