Die letzte Nacht in Mailand: Thrillerdrama auf 3sat
Ein Polizist steht kurz vor dem Ruhestand, doch seine letzte Nachtschicht führt ihn an einen Tatort mit mehreren Toten. Andrea Di Stefano erzählt ein verschachteltes Krimidrama.
Franco Amore hat 35 Jahre als Polizist in Mailand hinter sich. Nur noch eine Nachtschicht trennt ihn vom Ruhestand, und bis dahin hat er laut Inhaltsangabe nie einen Schuss abgefeuert. „Die letzte Nacht in Mailand“ läuft am Freitag, 16. Oktober, um 22:25 Uhr auf 3sat.
Der Abend beginnt zunächst privat: Francos Frau Viviana hat eine nächtliche Überraschungsfeier organisiert. Dann klingelt sein Handy. Es hat eine Schießerei gegeben, mehrere Menschen sind tot. Als Franco am Tatort eintrifft, setzt der Film neu an und springt zehn Tage zurück. Von dort aus fügt sich die Vorgeschichte Stück für Stück zu einem Krimipuzzle zusammen.

Ein Fall zwischen Pflicht und Zweifel
Andrea Di Stefano schrieb und inszenierte das Thrillerdrama aus dem Jahr 2023. Die Handlung konzentriert sich auf einen Mann, der kurz vor einem geordneten Abschied aus dem Dienst steht und plötzlich in eine Lage gerät, die alles verändert. Die Erzählweise setzt dabei nicht auf eine gerade Linie, sondern auf ein allmähliches Enthüllen von Zusammenhängen. Laut TV-Ankündigung mündet diese Struktur in mehrere besonders spannungsreiche Schlüsselsequenzen.
Pierfrancesco Favino spielt Franco Amore, Linda Caridi ist als Viviana zu sehen. Weitere Rollen übernehmen Antonio Gerardi als Cosimo Forcella, Francesco Di Leva als Dino Ruggeri, Katia Mironova als Rodica und Camilla Semino Favro als Carabiniere Daria Criscito. Der Film hat eine Laufzeit von 124 Minuten.

Visuell wird „Die letzte Nacht in Mailand“ in der Ankündigung unter anderem durch lange Kamerafahrten hervorgehoben. Das Thrillerdrama verbindet einen nächtlichen Kriminalfall mit moralisch ambivalenten Entscheidungen und verweist zugleich auf das italienische Poliziottesco-Kino der 1970er-Jahre. Wer den Film ohne Vorwissen sehen möchte, sollte sich vorab nicht zu viel über den Verlauf der Ermittlungen verraten lassen.
