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Europas neue Kokain-Front: Doku über Andalusiens Küstenorte

Die 3sat-Dokumentation blickt nach Südspanien, wo Küstenorte zunehmend zum Schauplatz internationaler Drogengeschäfte werden.

Andalusiens Küste steht oft für Strände, Dörfer und Tapas-Bars. Die Dokumentation „Europas neue Kokain-Front – Wie Drogenbanden Spaniens Küstenorte unterwandern“ zeigt jedoch eine andere Entwicklung. Zu sehen ist sie am Sonntag, 18. Oktober, um 19:10 Uhr auf 3sat.

Im Mittelpunkt steht der Süden Spaniens, der für Schmuggler zu einem immer wichtigeren Umschlagsort geworden ist. Laut Senderinfo steigt der Kokainkonsum in Europa seit Jahren, wodurch kriminelle Banden hohe Gewinne erzielen. Für die Menschen in den betroffenen Küstenorten hat diese Entwicklung teils dramatische Folgen.

Zwischen Tourismus und Drogenökonomie

Die Doku beschreibt, wie sich in einer der ärmsten Regionen Spaniens eine illegale Wirtschaft ausbreitet. Die Sozialarbeiterin Alma Jugado spricht von einer „regelrechten Drogenökonomie“. Besonders deutlich wird der Kontrast zwischen dem beschaulichen Bild der Küstenorte und den Geschäften der Schmuggler, die in einer Nacht mehr verdienen können als andere in einem Monat.

Ein weiterer Aspekt ist die Inszenierung des Schmugglerlebens in sozialen Medien. Sogenannte Influencer stellen das illegale Geschäft als große Party dar und tragen damit laut Senderinfo zu seiner Attraktivität bei. Die Dokumentation fragt damit auch, wie junge Menschen in einem schwierigen sozialen Umfeld auf solche Bilder reagieren.

Begleitet werden Zollbeamte, Sozialarbeiterinnen und ein Investigativjournalist, der ein Treffen mit einem Hintermann der Drogenbanden anstrebt. Dabei geht es nicht nur um einzelne Einsätze, sondern um ein wachsendes Problem, das weit über Südspanien hinausreicht. Die Strafverfolger müssen demnach immer gefährlichere Aufgaben übernehmen und stoßen zugleich zunehmend an Grenzen.