Hitlers U-Boot-Fabrik – Bunker Valentin bei ZDFinfo
Die Dokumentation beleuchtet den Bau einer bombensicheren U-Boot-Werft in Bremen-Farge und die Zwangsarbeit, die damit verbunden war.
Mit „Hitlers U-Boot-Fabrik – Bunker Valentin“ zeigt ZDFinfo eine Dokumentation über ein Bauprojekt der NS-Zeit, das zwischen militärischer Planung und menschlichem Leid steht. Im Mittelpunkt steht die bombensichere U-Boot-Werft in Bremen-Farge, die von Tausenden Zwangsarbeitern errichtet wurde.
Die Dokumentation läuft am Mittwoch, 14. Oktober, um 19:30 Uhr auf ZDFinfo. Sie setzt bei den Jahren 1943 bis 1945 an, als der Bunker Valentin gebaut wurde. Dort sollte das neuartige U-Boot vom Typ XXI produziert werden, mit dem die Nationalsozialisten im Seekrieg noch eine Wende herbeiführen wollten.
Ein Bauwerk für den Seekrieg
Der Film richtet den Blick auf die Funktion, die dem Bunker zugedacht war: eine geschützte Werft, in der die Produktion auch unter den Bedingungen des Luftkriegs weiterlaufen sollte. Die Anlage in Bremen-Farge war als Teil der Kriegswirtschaft geplant und mit großen Erwartungen verbunden, weil der U-Boot-Typ XXI als neuartig galt.
Gleichzeitig erinnert die Dokumentation an die Menschen, die dieses Bauwerk errichten mussten. Die Angaben zur Sendung machen deutlich, dass Tausende Zwangsarbeiter zwischen 1943 und 1945 am Bau beteiligt waren. Damit verbindet sich die technische und militärische Geschichte des Ortes unmittelbar mit der Geschichte von Ausbeutung und Zwang.
Für Zuschauerinnen und Zuschauer, die sich für Zeitgeschichte interessieren, bietet die Sendung einen kompakten Zugang zu einem konkreten Ort der NS-Kriegsproduktion. Der Bunker Valentin steht dabei nicht nur für ein Rüstungsprojekt, sondern auch für die Frage, wie solche Orte heute als historische Zeugnisse wahrgenommen und eingeordnet werden.