Meister der modernen Küche: Adrià, Myhrvold, Luis Aduriz
Die Doku zeigt drei prägende Stimmen der modernen Kochkunst: Ferran Adrià, Nathan Myhrvold und Andoni Luis Aduriz. Im Mittelpunkt stehen Ideen, Techniken und neue Menüformen.
BonGusto zeigt die Doku „Meister der modernen Küche – Adrià, Myhrvold, Luis Aduriz“ am Donnerstag, 8. Oktober, um 19:25 Uhr. Regie führte Gerti Maader. Die Sendung richtet den Blick auf Köche und Denker, die Essen nicht nur zubereiten, sondern auch als Feld für Technik, Konzept und Wahrnehmung verstehen.
Ferran Adrià steht dabei für einen besonders radikalen Bruch mit gewohnten Restaurantabläufen. Er wurde fünf Mal zum besten Koch der Welt gewählt und prägte mit seinem Restaurant „elBulli“ die moderne Kochkunst. Statt einer klaren Reihenfolge aus Vorspeise, Hauptgang und Dessert setzte er auf sehr umfangreiche Menüs mit 30 bis 40 Gängen. Diese sollten laut Senderinfo auch irritieren und provozieren.
Technik, Wissen und neue Formen
Nathan Myhrvold kommt in der Doku als Autor eines grundlegenden Werks zur modernen Küche vor. Das Buch umfasst 2438 Seiten und beschäftigt sich mit Geschichte, Grundlagen, Techniken sowie mit Physik und Chemie der modernen Nahrungsmittelzubereitung. Damit rückt die Sendung auch die wissenschaftliche Seite des Kochens in den Vordergrund: Wie verändern Verfahren, Temperaturen und Wissen das, was auf den Teller kommt?
Der dritte Schwerpunkt führt ins baskische Hochland bei San Sebastian, fernab der Küste. Dort befindet sich laut Senderinfo das drittbeste Restaurant der Welt. Andoni Luis Aduriz gilt als einer der großen Namen der Kochkunst und wirkt im „Mugaritz“. Die Doku verbindet damit unterschiedliche Perspektiven auf moderne Küche: das Restaurant als Experimentierraum, das Nachschlagewerk als Wissensspeicher und die Küche als künstlerisch-technisches Handwerk.
Wer sich für Kulinarik jenseits klassischer Menüregeln interessiert, bekommt einen konzentrierten Einblick in Ideen, die die moderne Gastronomie geprägt haben. Die Sendung bleibt dabei nah an den genannten Protagonisten und an der Frage, wie aus Zutaten, Methoden und Konzepten ein neues Verständnis von Kochen entstehen kann.