Metamorphose eines Gesichts: Porträt als Experiment
Die Reportage begleitet ein Ausstellungsprojekt, bei dem Lis Kertelge von 47 Künstlern aus Malerei und Fotografie porträtiert wurde.
„Metamorphose eines Gesichts“ widmet sich einem ungewöhnlichen Porträtprojekt: Für eine Sonderausstellung im Münchner Haus der Kunst wurde die Schauspielerin Lis Kertelge von 47 Künstlern aus den Bereichen Malerei und Fotografie dargestellt. Die Reportage rückt damit ein Thema in den Mittelpunkt, das zwischen künstlerischer Beobachtung, individueller Handschrift und der Frage nach dem Bild eines Menschen angesiedelt ist.
Zu sehen ist „Metamorphose eines Gesichts“ am Freitag, 16. Oktober, um 19:10 Uhr auf ARD alpha. Bereits am Donnerstag, 15. Oktober, um 17:25 Uhr zeigt ARD alpha einen weiteren Termin der Sendung.
Ein Gesicht, viele Sichtweisen
Ausgangspunkt des Projekts war die Idee des Journalisten Hans Gabriel, die Möglichkeiten des zeitgenössischen Porträts auszuloten. Dafür wurde nicht ein einzelnes Bild geschaffen, sondern eine ganze Reihe von Arbeiten, die sich alle auf dieselbe Person beziehen. Gerade dieser Ansatz macht den Reiz der Reportage aus: Ein Gesicht wird nicht als feststehende Erscheinung verstanden, sondern als Anlass für unterschiedliche künstlerische Zugänge.
Die Beteiligung von Malerei und Fotografie eröffnet dabei zwei Medien, die sich dem Porträt auf verschiedene Weise nähern können. Die Sendung greift diesen Rahmen auf, ohne das Projekt auf eine einzige Deutung zu verengen. Im Zentrum steht, wie sich aus der wiederholten Betrachtung einer Person ein vielschichtiges Bild ergeben kann.
Für Zuschauerinnen und Zuschauer mit Interesse an Kunst, Fotografie und Ausstellungen bietet die Reportage einen kompakten Blick auf ein Projekt, das die klassische Porträtform befragt. „Metamorphose eines Gesichts“ zeigt, wie ein künstlerisches Vorhaben im Ausstellungskontext dazu einlädt, Wahrnehmung und Darstellung neu zu betrachten.