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Neue Welt unter 20: Jugend in den USA der 60er

Die Reportage blickt auf amerikanische Jugendliche zwischen Wohlstand, Slums, Landarbeit und gesellschaftlichem Wandel. Ein Zeitdokument von 1966.

„Neue Welt unter 20“ ist am Freitag, 23. Oktober, um 21:00 Uhr auf ARD alpha zu sehen. Die Reportage von Gerd Ruge und Werner Kohn aus dem Jahr 1966 beobachtet die Lebenswelt junger Menschen in den USA und verbindet Eindrücke aus Stadt und Land.

Der Film setzt mit Aufnahmen vom Spring Break in Daytona Beach ein. Dort zeigen sich College- und Universitätsstudentinnen und -studenten rund um Ostern laut, auffällig und selbstbewusst: mit ungewohnten Mode-Accessoires, Autos und Motorrädern am Strand, mit Küssen in der Öffentlichkeit und dem Wunsch, gesehen zu werden. Zugleich beschreibt die Dokumentation diese Szene nicht nur als jugendliche Ausgelassenheit, sondern auch als Ausdruck eines bis dahin ungewöhnlichen Wohlstands.

Zwischen Aufbruch und Alltag

Die Reportage bleibt jedoch nicht bei der privilegierten Seite der Jugendkultur. Sie zeigt auch Jugendliche in den Slums von New York und stellt ihnen junge Menschen gegenüber, die auf dem Land bei Bauern einspringen, wenn Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit Hilfe nötig machen. Ein weiterer Blick gilt Jugendlichen, die mit Unterstützung der Behörde für Jugendarbeit und Jugendkriminalität auf eigenen Grundstücken Treffpunkte für sich selbst errichten.

So entsteht ein breit angelegtes Bild amerikanischer Teenager in den 60er-Jahren: Jugendliche aus Ober- und Unterschicht, geprägt von traditionellen Bindungen und zugleich konfrontiert mit einem deutlichen gesellschaftlichen Wandel. Der Film verweist auf eine stärker werdende Konsumindustrie, auf mehr Freizügigkeit und auf erste Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg.

Weitere Ausstrahlungen laufen am Samstag, 24. Oktober, um 22:50 Uhr sowie am Montag, 26. Oktober, um 15:15 Uhr, jeweils auf ARD alpha. Wer sich für historische Reportagen und Jugendkultur interessiert, bekommt hier ein Zeitdokument über den American Way of Life junger Menschen in den USA.