Poison – Eine Liebesgeschichte: Wiedersehen nach dem Bruch
Das Drama führt zwei frühere Eheleute an einen schmerzhaften Ort zurück. Bei einer Grabumbettung brechen zwischen Edith und Lucas alte Wunden wieder auf.
Poison – Eine Liebesgeschichte läuft am Montag, 19. Oktober, um 23:05 Uhr auf Arte. Das Drama aus dem Jahr 2025 konzentriert sich auf ein Wiedersehen, das von Verlust, Schweigen und sehr unterschiedlichen Lebenswegen geprägt ist.
Lucas hat seine Frau Edith einst heimlich in der Silvesternacht verlassen. Nun begegnen sich beide wieder, weil ein Grab umgebettet werden soll. Was zunächst wie ein organisatorischer Anlass wirkt, wird für die früheren Partner zu einem Gespräch über das, was unausgesprochen blieb. Edith trägt Verletzung, Bitterkeit und Trauer weiter mit sich. Lucas dagegen hat inzwischen eine neue Familie gegründet und richtet den Blick stärker nach vorn.

Zwei Menschen, ein ungelöster Abschied
Im Mittelpunkt stehen Edith und Lucas, gespielt von Trine Dyrholm und Tim Roth. Die Handlung setzt nicht auf viele Schauplätze, sondern auf die direkte Konfrontation zweier Menschen, deren gemeinsamer Schmerz noch nicht abgeschlossen ist. Aus dem Wiedersehen entsteht ein Austausch, in dem verdrängte Gefühle sichtbar werden und alte Entscheidungen neu betrachtet werden müssen.
Der Hauptschauplatz ist die Kirche Saint-Roch in der Gemeinde Vianden in Luxemburg. Dieser Ort gibt dem Film einen klar umrissenen Rahmen: Die Umbettung des Grabes verbindet Gegenwart und Vergangenheit und macht deutlich, dass die Trennung nicht nur eine private Entscheidung war, sondern bis heute nachwirkt.

Poison – Eine Liebesgeschichte ist das Spielfilm-Regiedebüt von Désirée Nosbusch. Als Autorin ist Lot Vekemans genannt. Die Laufzeit beträgt 86 Minuten. Arte zeigt damit ein konzentriertes Drama über einen späten Dialog, in dem zwei Menschen auf sehr unterschiedliche Weise mit Verlust und Neubeginn umgehen.
