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Re: auf Arte: Kinder, Smartphones und soziale Medien

Die Reportage begleitet Eltern, die nach Wegen zwischen digitaler Freiheit und Schutz vor sozialen Medien suchen. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus Großbritannien, Deutschland und Belgien.

Am Donnerstag, 8. Oktober, um 19:40 Uhr läuft „Re:“ auf Arte. Die Reportage greift eine Frage auf, die viele Familien beschäftigt: Wie früh sollten Kinder Zugang zu Smartphones und sozialen Medien bekommen, und wo braucht es klare Grenzen?

Ein Schwerpunkt liegt auf Mariano Janin in Großbritannien. Seine Tochter Mia nahm sich im Alter von 14 Jahren nach Online-Mobbing das Leben. Seitdem setzt er sich für Altersgrenzen auf Social-Media-Plattformen und wirksame Schutzfilter ein. Gemeinsam mit der Elterninitiative Bereaved Families for Online Safety bereitet er derzeit eine Klage gegen TikTok in den USA vor. In Großbritannien zeigte die Lobbyarbeit bereits Wirkung: Im Frühjahr 2027 soll eine gesetzliche Altersgrenze von 16 Jahren für soziale Medien eingeführt werden.

Foto: Promo, Arte

Unterschiedliche Wege zum Schutz von Kindern

In Deutschland wartet Verena Holler noch auf eine vergleichbare Regelung. Die dreifache Mutter hat den Verein Smarter Start ab 14 mitgegründet und wirbt für eine Kindheit ohne Smartphone. Ihr Ansatz setzt auf einen Elternpakt: Eltern vereinbaren, ihren Kindern während der Grundschulzeit kein eigenes Smartphone zu geben. Dadurch sollen Neid und sozialer Druck unter Kindern möglichst gar nicht erst entstehen.

Die Reportage blickt außerdem nach Belgien zu Audrey Hédo. Sie kennt als Beauty-Influencerin die starke Anziehungskraft sozialer Medien und möchte ihre beiden Kinder möglichst lange von Smartphones und Social Media fernhalten. Ihr 13-jähriger Sohn Ohio darf sein Smartphone nur nutzen, wenn er allein unterwegs ist; TikTok, Snapchat und Instagram sind darauf nicht installiert. Gleichzeitig filmt und fotografiert Audrey ihre Kinder für ihren eigenen Account und sieht darin keinen Widerspruch.

„Re:“ stellt damit keine einfache Antwort in den Vordergrund, sondern zeigt drei sehr verschiedene Haltungen von Eltern. Zwischen politischem Engagement, gemeinschaftlichen Absprachen und individuellen Familienregeln entsteht ein vielschichtiger Blick auf digitale Freiheit, Verantwortung und Schutz im Alltag von Kindern.