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Re: Hoffnung gegen das Bienensterben bei Arte

Die Reportage begleitet die Suche nach Bienen, die ohne chemische Behandlung überleben. Im Mittelpunkt stehen walisische Imker und deutsche Forscher.

Die Reportage „Re: Hoffnung gegen das Bienensterben“ läuft am Dienstag, 27. Oktober, um 19:40 Uhr auf Arte. Sie führt in den Nordwesten von Wales, wo Honigbienen seit Jahren ohne chemische Behandlung gehalten werden – ein ungewöhnlicher Ansatz in einer Region, in der die Varroamilbe sonst als große Gefahr für Bienenvölker gilt.

Aus Deutschland reist Imker Christian Schneider nach Wales, um genauer zu verstehen, warum die dortigen Völker offenbar mit Bedingungen zurechtkommen, die andernorts regelmäßige Eingriffe nötig machen. Er trifft Imkerinnen und Imker, die konsequent auf lokal angepasste Bienen setzen. Dabei stößt er auch auf Völker, die ohne direkte Hilfe des Menschen in Bäumen und Hausdächern leben.

Was macht die walisischen Bienen widerstandsfähig?

Ein Teil der Tiere zeigt Merkmale der sogenannten dunklen Biene, die ursprünglich in der Region heimisch war. Sie gilt in der Sendung als gut angepasst an das kühle und feuchte Klima vor Ort. Auch die deutschen Bienenforscher Roland Sachs und Sigrun Mittl gehen Hinweisen nach: Sie untersuchen unter anderem Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den Brutnestern und beobachten das Verhalten der Bienen. In den Stöcken der walisischen Biene messen sie eine auffallend höhere Temperatur.

Die Reportage beschreibt keinen einfachen Patentweg, sondern zeigt vor allem, wie wichtig regionale Anpassung und gemeinsames Handeln sein können. Für Christian Schneider steht am Ende der Erfahrungsaustausch im Vordergrund: Die walisischen Imker haben über Jahre mit den Bienen ihrer Umgebung gearbeitet, keine Tiere von außen geholt und auf Behandlungen verzichtet. Eine weitere Ausstrahlung ist am Mittwoch, 28. Oktober, um 11:25 Uhr auf Arte geplant.