Re: Sehnsucht nach Buddha: Suche nach innerer Ruhe
Die Arte-Reportage begleitet Menschen, die im Buddhismus Orientierung suchen – von einem Waldkloster in Thailand bis zu einer Familie in Hamburg.
Die Reportage „Re: Sehnsucht nach Buddha“ läuft Montag, 26. Oktober, um 19:40 Uhr auf Arte. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die Meditation, Klosteraufenthalte und buddhistische Praxis nicht als kurze Auszeit, sondern als Weg zu mehr Gelassenheit und Sinnsuche begreifen.
Einer von ihnen ist Niklas Balheden aus Göteborg. Der 56-Jährige arbeitet als Religionslehrer an einer Grundschule und beschäftigt sich seit seiner Studienzeit mit Fragen des Glaubens. Schon vor 30 Jahren wollte er Zeit in einem buddhistischen Kloster in Thailand verbringen, wurde damals jedoch abgewiesen. Heute ist der Zugang einfacher: Ein Monat in einem Waldkloster soll ihm helfen, seine spirituellen Fähigkeiten zu vertiefen und im Umgang mit Stress ruhiger zu werden.

Retreats zwischen Spiritualität und Infrastruktur
Die Sendung zeigt auch, wie stark sich Meditation-Retreats in Thailand entwickelt haben. Unter diesem Begriff werden Meditations- und Yoga-Kurse mit mehrwöchigen Aufenthalten in Tempeln zusammengefasst. Während es in den 2000er-Jahren nur etwa zehn bis 20 Tempel mit solchen Angeboten gab, wird die Zahl inzwischen auf rund 150 im ganzen Land geschätzt. 2023 nahmen etwa 1,8 Millionen Menschen an diesen Programmen teil; der damit verbundene Umsatz lag bei rund 3,8 Milliarden Euro.
Der Blick der Reportage bleibt jedoch nicht auf Fernost beschränkt. In Europa wächst ebenfalls das Interesse am buddhistischen Weg. In Hamburg praktiziert Familie Erdmann den Diamantenweg-Buddhismus. Arthur Erdmann beschäftigt sich seit seiner Jugend mit der Frage nach Glück und Lebenssinn. Mit 20 Jahren fand er zum Buddhismus und beschreibt darin den Weg zu Zufriedenheit und Glück. Bei einem Meditationskurs in Israel lernte er Kesja kennen; deren Mutter konvertierte zum Buddhismus, als Kesja 14 Jahre alt war.
Ein weiterer Schauplatz ist Immenstadt in Süddeutschland, wo sich Anfang August 2026 rund 3.000 Buddhisten trafen, darunter auch die Erdmanns. So verbindet die Reportage persönliche Lebenswege mit dem größeren Bild einer spirituellen Suche, die längst nicht mehr auf einzelne Regionen beschränkt ist. Eine weitere Ausstrahlung ist Dienstag, 27. Oktober, um 11:25 Uhr auf Arte geplant.