EPGPlanet

Re: Urlaub am Polarkreis – Norwegens Lofoten am Limit

Die Arte-Reportage zeigt, wie der Urlauberansturm die Lofoten verändert und welche Konflikte zwischen Naturschutz, Einheimischen und Tourismus entstehen.

Die Lofoten gelten vielen Reisenden als kühle Alternative zu heißen Sommerzielen im Süden. Die Arte-Reportage „Re: Urlaub am Polarkreis – Norwegens Lofoten am Limit“ begleitet Menschen, die von dieser Landschaft angezogen werden, und fragt zugleich nach den Folgen des wachsenden Andrangs.

Zu sehen ist die Sendung am Freitag, 16. Oktober, um 19:40 Uhr auf Arte. Ein weiterer Termin ist Montag, 19. Oktober, um 11:25 Uhr, ebenfalls auf Arte.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem Alessandra Petrei und Mattia Canciani aus Mailand, die mit Wohnmobil und Hund Chopin in den hohen Norden reisen. Sie sind Teil eines Trends: Auf der Inselgruppe, die rund 200 Kilometer über dem Polarkreis liegt, leben etwa 25.000 Menschen, während inzwischen mehr als eine Million Besucher pro Jahr dort Urlaub machen. Die Reportage zeigt, dass diese Entwicklung sichtbare Spuren hinterlässt: stark genutzte Wege, belastete Wiesen und überfüllte Orte wie der Berg Reinebringen.

Ein Ansatz zum Schutz der Natur sind befestigte Treppen aus schweren Steinblöcken. Nepalesische Sherpas legen solche Wege seit mehr als 20 Jahren an, um steile und ungesicherte Routen zu stabilisieren. Die Arbeiten beruhen auf traditionellem Handwerk aus dem Himalaja und werden vom norwegischen Staat finanziert. So entsteht eine Infrastruktur, die Wandernde lenken und zugleich empfindliche Flächen entlasten soll.

Die Sendung macht deutlich, dass es auf den Lofoten nicht nur um schöne Landschaftsbilder geht, sondern um eine schwierige Abwägung. Ranger Peter Andresen vom Lofoten Friluftsråd versucht zwischen Naturschutz, Tourismuswirtschaft und der lokalen Bevölkerung zu vermitteln. Parallel fordert die Facebook-Gruppe „Overturisme i Lofoten“ mit fast 4.000 Mitgliedern strengere Regeln und eine Begrenzung der Besucherzahlen. Gegründet wurde sie von Tischler Asbjørn Rasmussen; sein Bruder Audun arbeitet selbst als Guide. Gemeinsam dokumentieren die Brüder Umweltschäden und sprechen auch professionelle Bergführer auf Fehlverhalten an.