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Sterben: Familiendrama von Matthias Glasner auf 3sat

Das Drama „Sterben“ erzählt von einer Familie, in der Nähe kaum noch gelingt. Matthias Glasner richtet den Blick auf Überforderung, Verantwortung und den Umgang mit Abschied.

„Sterben“ ist ein deutsches Drama aus dem Jahr 2024, das familiäre Bindungen nicht beschönigt. Im Mittelpunkt steht Tom Lunies, ein Dirigent, der nach außen funktionieren muss, während ihn private Konflikte einholen. Der Hauptsendetermin ist Mittwoch, 7. Oktober, um 22:25 Uhr auf 3sat.

Tom wird von seiner Ex-Freundin Liv mit einer Bitte konfrontiert: Sie hat ein Kind bekommen und möchte, dass er eine Vaterrolle übernimmt. Gleichzeitig spitzt sich die Lage in seiner Herkunftsfamilie zu. Seine Mutter Lissy kommt mit der Pflege ihres zunehmend hilfsbedürftigen Mannes Gerd nicht mehr zurecht. Tom weiß um diese Not, hält aber Abstand, so gut es geht.

Sterben
Foto: TMDB

Eine Familie am Rand der Belastbarkeit

Auch Toms Schwester Ellen findet keinen Halt. Sie betäubt sich mit Alkohol und lässt sich auf eine zerstörerische Liebesbeziehung ein. So entsteht das Bild einer Familie, in der jeder mit sich selbst kämpft und kaum Kraft für die anderen bleibt. Der Film nähert sich dem Sterben der Eltern ebenso wie dem Leben der Zurückbleibenden, die an Erwartungen und alten Verletzungen zu scheitern drohen.

Regie führte Matthias Glasner, der auch das Drehbuch schrieb. In zentralen Rollen sind Lars Eidinger als Tom Lunies, Corinna Harfouch als Lissy Lunies, Lilith Stangenberg als Ellen Lunies, Ronald Zehrfeld als Sebastian Vogel, Robert Gwisdek als Bernard und Hans-Uwe Bauer als Gerd Lunies zu sehen. Die Laufzeit beträgt 182 Minuten, was dem Drama viel Raum für seine Figuren und ihre Verstrickungen gibt.

Sterben
Foto: TMDB

„Sterben“ setzt nicht auf leichte Versöhnung, sondern auf einen nüchternen Blick auf Überforderung, fehlende Empathie und die Frage, wie Menschen miteinander umgehen, wenn Pflege, Krankheit und Verantwortung den Alltag bestimmen. 3sat zeigt damit ein intensives Familiendrama, das seine Konflikte konsequent aus den Figuren heraus entwickelt.

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Foto: TMDB