I Origins – Im Auge des Ursprungs
Film · 2014
Wenn es stimmt, dass die Augen das Fenster zur Seele sind, was passiert dann, wenn wir wiedergeboren werden? Blickt unsere Seele noch einmal durch dieselben Augen? Fragen wie diese sind für den Molekularbiologen Ian Gray (Pitt) ohne Belang. Mit seiner Assistentin Karen (Marling) erforscht er die Evolution des menschlichen Auges. Und selbst die Tatsache, dass er die sinnliche Sofie (Astrid Bergès-Frisbey), deren Augen ihn so magisch angezogen haben, nur dank einer Abfolge mysteriöser Zufälle wiedertrifft, bringt sein rationales Weltbild nicht ins Wanken. Erst viele Jahre später wird er eine Entdeckung in Indien machen, die seinen Glauben an die Macht der Wissenschaft zutiefst erschüttert…In seinem philosophischen, verrätselten Kinodebüt „Another Earth“ kombinierte der US-amerikanische Regisseur Mike Cahill Science-Fiction-Elemente mit existenziellen Themen wie Schuld und Sühne, Reue und Vergebung auf eine Weise, die es zuvor so noch nicht gegeben hat. Seinem distanziert unterkühlten Inszenierungsstil ist er auch hier treu geblieben, die hypnotischen Bilder wirken aber nicht mehr ganz so zwingend. Einige Aspekte sind sogar arg gewollt aufgeladen (z. B. wenn Ian um 11 Uhr 11 in einem 7-Eleven-Markt 11 Dollar 11 Wechselgeld bekommt und mit dem Bus Nr. 11 sein Ziel erreicht). Trotzdem lohnt es, sich auf die beinahe intime Erzählweise einzulassen. Denn über weite Strecken ist „I Origins“ so vielschichtig und faszinierend wie der Titel, der die Frage nach dem Ursprung des Auges (eye) mit einer Reise ins Ich (I) verbindet.
Sendetermine
- Läuft in den nächsten Tagen nicht.