Sternstunde Kunst
Sendung · 2025
„Im Grunde habe ich mich in die Sprache gerettet“, sagt die Österreicherin Elfriede Jelinek. 2004 erhielt sie den Literaturnobelpreis, den sie übrigens abgelehnt hätte, falls sie gezwungen gewesen wäre, sich der Verleihung in Stockholm „persönlich auszusetzen“. Man nähert sich der sperrigen, stets angstgesteuerten Schriftstellerin über viele tolle Privataufnahmen. „Betrachten Sie mich jetzt!“, heißt es zu Anfang. Unbedingt. Seit den 1960er Jahren hat Elfriede Jelinek ein komplexes, umfangreiches Werk aus Lyrik, Prosa, Theaterstücken, Hörspielen, Essays, Libretti, Drehbüchern und Übersetzungen geschaffen. Der Dokumentarfilm blickt auf all die Jahre ihrer Arbeit zurück und präsentiert die historischen Ereignisse, politischen Debatten und Figuren, die für die Entstehung ihrer Werke verantwortlich sind.