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Verbotene Liebe

Sendung · 2024

Verfolgt, verhaftet und weggesperrt. Queeren Menschen drohte in der NS-Diktatur großes Leid – und sogar der Tod. Selten wagten es homosexuelle Personen und Transpersonen, sich zu outen. Ein Coming-out im Nationalsozialismus bedeutete gesellschaftliche Verachtung, Ausgrenzung und Strafverfolgung. Die Dokumentation begibt sich auf Spurensuche dreier queerer Menschen in der NS-Zeit: Fritz Spangenberg, Gerd Kubbe und Nelly Mousset-Vos. Die Nationalsozialisten verachteten queere Menschen als "entartet". Sexuelle Minderheiten wurden systematisch diskriminiert, verfolgt und ermordet. Für die Dokumentation begeben sich der Schauspieler Jannik Schümann und die Aktivistinnen Julia Monro und Kerstin Thost auf eine Spurensuche nach drei historischen Schicksalen. Sie bringen bewegende Lebensgeschichten ans Licht, die von Recht und Unrecht, Freiheit, Liebe, Widerstandskraft und Überlebenswillen erzählen. Dabei zeigt sich, wie manche es trotz widrigster Umstände schafften, ihre Identität zu leben. Queere Menschen wurden ausgegrenzt und als Feinde der "deutschen Rasse" gebrandmarkt. Auf Basis des Paragrafen 175, der Homosexualität zwischen Männern verbot, verurteilte das Naziregime Zehntausende schwule Männer. Etwa 15.000 wurden in Konzentrationslager deportiert, viele dort ermordet. Ein rosafarbener Stoffwinkel war dort ihr Erkennungszeichen, der sie auch in der Lagerhierarchie zu verachteten Außenseitern machte. Sexuelle Beziehungen zwischen Frauen waren in der NS-Zeit nicht explizit durch Gesetze verboten. Trotzdem zerschlug das NS-Regime die queere Szene, nicht nur in Deutschland, sondern auch als Besatzer in ganz Europa. Für queere Frauen begann eine Zeit der Unterdrückung und Angst. Transpersonen und gender-nonkonforme Menschen lehnten die Nazis ebenso ab wie Homosexuelle, da sie ihrem Ideal eines "gesunden Volkskörpers" widersprachen. Den Wunsch, in einer eigenen Geschlechtsidentität zu leben, verachtete man als Geisteskrankheit. Daher verfolgte man auch Transpersonen mit gnadenloser Härte. Der Schauspieler Jannik Schümann sucht nach Spuren des Jungapothekers Fritz Spangenberg, der im Zweiten Weltkrieg auf der Seite der Wehrmacht kämpfen musste. Fritz wurde wegen seiner Homosexualität denunziert und nach Paragraf 175 verurteilt. Gesellschaftlich geächtet und zum einfachen Soldaten degradiert, inhaftierte ihn das Regime für neun Monate im Wehrmachtsgefängnis von Torgau an der Elbe. Doch auch nach dem Gefängnis verfolgte ihn das Stigma als schwuler Soldat. Er wurde an die Front zurückgeschickt, um sich in einer Strafeinheit "zu bewähren". Doch diese Einheiten waren Todeskommandos. Spangenberg galt schon wenige Wochen später, am 9. Februar 1944, als vermisst. Jannik Schümann trifft Klaus Dieter Spangenberg, der über 15 Jahre hinweg Dokumente und Briefe aus Familien- und Wehrmachtsarchiven untersucht hat, um das Schicksal seines Großonkels zu rekonstruieren. Aktivistin Julia Monro erforscht das Schicksal des Transmannes Gerd Kubbe. Er lebte und arbeitete in d

Sendetermine

  1. Läuft in den nächsten Tagen nicht.

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