Vermines
Film · 2023
Eigentlich hat der in der Pariser Vorstadt lebende Caleb (Théo Christine) kein Geld, aber die große Spinne, die er bei einem Händler sieht, ist so hübsch, dass er sie unbedingt haben muss. Was er nicht weiß: Das aus der afrikanischen Wüste stammende Tier ist hochgiftig und sehr aggressiv. Deshalb macht er sich zunächst keine großen Sorgen, als die Spinne entkommt – bis zum ersten Todesfall: Ausgerechnet einer von Calebs Kunden, dem er am Vortag neue Sneakers verkauft hat, ist unter ungeklärten Umständen gestorben. Die Pariser Polizei beschließt daraufhin, das ganze Gebäude unter Quarantäne zu stellen. Bald merken die Einwohner, dass sich in fast jedem dunklen Winkel des Blocks große Spinnen befinden, die alles und jeden angreifen. Caleb und seine Freunde müssen ums Überleben kämpfen …. In seinem Langfilmdebüt lässt es der französische Regisseur Sébastien Vanicek richtig krachen: Mit 200 lebenden Riesenkrabbenspinnen, der größten Spinnenart der Welt, entfesselt er einen Albtraum für Spinnenphobiker. Dabei setzt Vanicek weniger auf Brutalität als auf die Urängste der Menschen: Virtuos nutzt er das natürliche Verhalten der Tiere, um seinem Publikum Angst zu machen, inszeniert die schnellen Krabbler als echtes Katastrophenszenario. Höhepunkt ist ein von den Arachniden bevölkerter Kellerflur, durch den Vanicek seine Protagonisten schickt – spannender ist Spinnenhorror schon lang nicht mehr in Szene gesetzt worden. Dass der Regisseur auch noch Seitenhiebe auf die französische Politik und deren Umgang mit Migranten unterbringt, verleiht „Spiders“ eine weitere, realistische Note. So trifft der Horror ins Mark.
Sendetermine
- Läuft in den nächsten Tagen nicht.