Walk the Line
Sendung · 2005
Bob Dylan beschrieb ihn als „Stimme aus dem Bauch der Erde“. Bono nennt ihn als Vorbild, ebenso Coldplay: Der raue Revolutionär Johnny Cash inspirierte Generationen von Musikern. „Walk the Line“ geht zurück zu den aufreibenden Anfängen seiner Karriere, begleitet Cashs wilde, selbstzerstörerische Jahre bis zu seiner Wiedergeburt als geläuterter „Man in Black“: ein pulsierendes Stück Musikgeschichte „aus einer Ära“, so Regisseur James Mangold, „als es beim Musikmachen noch um die Musik ging und nicht um Geld oder Videoclips“. Vor allem aber erzählt er eine bewegende Lovestory. Nach dem Militärdienst zieht der Farmersohn aus Arkansas nach Memphis, wo er 1955 seine erste Platte aufnimmt. Der genresprengende Folkstar, der seine Gitarre auf das Publikum richtet wie eine Waffe, tourt mit den Rock-’n’-Roll-Pionieren Elvis Presley, Jerry Lee Lewis – und der von ihm verehrten Countrysängerin June Carter. Beide sind verheiratet, zehn Jahre lang müssen sie ihre innige Beziehung auf die Bühne beschränken. June fürchtet einen Skandal – und Johnnys Drogensucht. „Because you’re mine, I walk the line“, singt er für die Frau, die ihn aus seiner Hölle retten wird. Wie seine starke Partnerin Reese Witherspoon singt Joaquin Phoenix alle Songs selbst. Seine Cash-Interpretation ist verstörend intensiv: Dass er etwa in einer Szene ein Waschbecken von der Wand reißt, war im Drehbuch nicht vorgesehen. Musikproduzent T-Bone Burnett, bei dem die Stars ihr „Rock-’n’-Roll-Trainingslager“ absolvierten, zu Phoenix’ Kraftakt: „Cashs Herzschlag bestimmte seinen Rhythmus. Joaquin hat ihn gefunden.“.
Sendetermine
- Läuft in den nächsten Tagen nicht.